Der Dezember ist da und Weihnachten rückt immer näher. Aber was wäre der (weiße) Monat ohne die jährlichen Wichtel-Aktionen oder auch Julklapps genannt? Und da wären wir auch schon beim Thema. Heute darf mein Namesvetter Hans von Wirbelwebber.de sich mal zu Wort melden.
Dies ist mein Gastbeitrag zur Blogjulklapp 2009 von Konna. Ihr dürft ihn ruhig mit einem Augenzwinkern betrachten…
In unseren Breitengraden bezeichnet man schon Gruppen aus drei Menschen als Familie. Wobei es da durchaus auch Ausnahmen gibt, denn nach oben sind bei der Familie keine Grenzen gesetzt. Und wenn manche Gebärmaschine aus biologischen Gründen ihre Arbeit einstellt, dann kann es durchaus schon einmal vorkommen, dass man beim durchzählen der Kinderschar grosse Augen bekommt.
Aber ob nun drei oder zweiundvierzig Familienmitglieder, sie alle streiten sich abends um einen Platz auf dem Sofa. Damit aber eine solche Gemeinschaft auch den Namen Familie verdient, müssen bei den Gründern zuerst einmal die magnetischen Gesetze von Plus- und Minuspol, also konkret unterschiedlichen Geschlechtern, erfüllt sein. Unter Männern gilt übrigens die Gründung einer Familie zugleich als Potenztest, ist aber auf Dauer auch deutlich teurer.
Am Anfang macht der Nachwuchs der frisch gegründeten Familie in den meisten Fällen keine Probleme. Wenn man einmal davon absieht, dass Windeln mit bräunlichem Inhalt oder mit dem Mageninhalt beschlabberte Lätzchen als normal betrachtet werden. Auch die Störung der Nachtruhe durch einen besonders nachtaktiven Nachwuchs nimmt man als gegeben hin.
Hat man diesen Nachwuchs dann aber bis zum jugendlichen Alter hochgezüchtet, verändert dieser in vielen Fällen seinen Lebensrhythmus. Ihr Lebensraum erstreckt sich fortan nicht mehr überwiegend in den heimischen Gemäuern, sondern findet zum Grossteil in Diskotheken, Kneipen und Biergärten statt. Ein geschultes Auge kann in der Nacht auch häufig Jugendliche entdecken, wie sie in Fastfoodrestaurants wie McDonalds, BurgerKing oder Pizza Hut auf Nahrungssuche gehen.
Tagsüber werden Jugendliche von ihren Erzeugern gerne in grauen, dunklen und kalten Gebäuden versteckt, die der Fachmann auch Schulen nennt. Dort bekommen Jugendliche zumeist Sachen beigebracht, die sie in ihrem nicht allzu langem Leben (sie mutieren nach ca. 18-20 Jahren zu Erwachsenen) kaum, oder gar nicht benutzen können. Deshalb hält sich die Lust der heranwachsenden Menschlein auch oft sehr in Grenzen und man bildet sich lieber an elektronischem Spielzeug wie der Playstation oder Wii weiter.
Eine der auffallendsten und liebenswertesten Eigenschaften der Jugend ist ihre Beratungsresistenz. Denn sollte einmal etwa der Erzeuger der Familie etwas vorschlagen, dann weiss es der Heranwachsende mit Sicherheit besser. Es handelt sich hier um eine entwicklungsgeschichtlich im Kleinhirn verankerte Sperre, welche es isolierten, kontaktscheuen Akneträgern ermöglicht, ihre älteren Artgenossen intellektuell um ein Vielfaches zu überflügeln.
In der Jugend reicht es nämlich ihres Erachtens nach völlig aus schön, cool und überheblich zu sein, um gesellschaftliches Ansehen zu erringen. Und ein paar obercoole Klamotten zu tragen, die selbstverständlich die Familiengründer bezahlt haben. Und sich den wichtigen Dingen des Lebens zu widmen. Männliche Jugendliche zum Beispiel hauen sich von Zeit zu Zeit einfach mal aus Jux und Dollerei in die Fresse, während weibliche Jugendliche mit Vorliebe Zigaretten schnorren.
Dies gehört aber auch zu einem langwierigen Lernprozess, um sich von lästigen Pflichten wie zum Beispiel dem Erledigen der Hausaufgaben abzulenken. Gerne werden aus diesem Grund auch einmal Schwächere drangsaliert, um das eigene Ego zu pushen. Und bei dieser Gelegenheit kann man auch gleich die in der Hauptschule gelernten mehrsprachigen Beschimpfungen ausprobieren und erweitern.
Sollte der Jugendliche dann aber das Erwachsenenalter erreichen, werden die Prioritäten anders gesetzt. Männliche junge Erwachsene baggern unentwegt an weiblichen Altersgenossinnen herum, um sie für eine liegende Tätigkeit zu begeistern. Man übt sich im Komplimenten (Ey Schnepfe, scharfer Plunder…) und manche versprechen sich schon in diesem Alter ewige Liebe und Treue.
Um dann selbst eine Familie zu gründen…




na prima, hat doch geklappt. vielen dank fürs veröffentlichen…
Nein ich muss danken
Ist echt ein super Artikel, danke für’s schreiben. Hab dir leide nicht mehr per eMail geantwortet, aber ich denke du kannst mir verzeihen.
aber sicher doch…
Ey, voll krasser Beitrag, Mann!
Du triffst es auf den Punkt. Sehr schön zu lesen.